"Difficile est satiram non scribere" -
"Es ist schwer, (hier) keine Satire zu schreiben!"
(Juvenal)
Schon erstaunlich, dass bereits der wackere Römer seiner Zeit nur mit Mitteln
der Satire beikommen zu können meinte, wo er doch den Wahlkampf von H.C. Strache
gar nicht gekannt hat! Vielleicht kann man die verbreitete Kombination von Dummheit
und Bosheit niemals ausrotten, - aber man kann sie ausspotten!
Das verändert zwar nicht die Welt, bereitet aber den Boden dafür auf. Satiren
sind ein Gegengift gegen die Überheblichkeit der Herrschenden, ein Dienst am
Glauben an die Egalität, ein Kreisen um die ganz einfache Erkenntnis:
"Menschen samma olle!" (Josef Hader)
Der Lohn dafür ist kindlich-lustvolles Spiel und subversive Bloßstellung.
Es macht Spaß, den Besserwissern nachzuweisen, dass sie Dummköpfe sind, es
tut gut, den Großkopferten das Höschen runter zu ziehen, um dem Publikum zu
zeigen, dass hinter der pompösen Fassade auch nur ein Nackerter steckt.
"Wir sollten nicht so kleinlich sein. Wir alle haben Fehler und komische
Seiten und kleine und große Schwächen. Und wir müssen nun nicht immer gleich
aufbegehren, wenn einer wirklich einmal einen guten Witz über uns reißt. (…)
Was darf die Satire?
Alles."
(Kurt Tucholsky)
Auch Ernst muss sein!
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